Probleme frühzeitig erkennen. Massnahmen gezielt einleiten.

Effektive Früherkennungssysteme überwachen zwei Bereiche: die abiotischen Faktoren wie zum Beispiel Temperatur oder Feuchtigkeit, sowie biotische Faktoren  wie Schädlingsaktivität, und Schimmelpilzwachstum. Es bildet die zentrale Datengrundlage für die Entscheidung, zu welchem Zeitpunkt welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

Überwachung des Lagerklimas

Ziel des Monitorings ist es die Bedingungen im Lager zu optimieren, um eine langfristige Qualität der Ware zu gewähr-leisten und Schädlings- oder Schimmelvermehrung zu vermeiden.

  • Temperaturüberwachung: Der Einsatz von Messlanzen oder Hängesensorkabeln, garantiert eine regelmässige Überwachung der Temperaturentwicklung und stellt somit sicher, dass auch lokale Anstiege frühzeitig entdeckt werden. Insekten- oder Schimmel-„Hotspots“ können frühzeitig lokalisiert und somit behandelt werden.

  • Feuchtigkeitsüberwachung:  Neben der relativen Luftfeuchtigkeit im Zwischenkornvolumen, ist hierbei die Produktfeuchte überaus wichtig. Ungünstige Einlagerungszeiträume oder schlecht durchgeführte Trocknung können spätestens im Lager zu Problemen führen. In der modernen Lagertechnik gibt es zahlreiche Möglichkeiten solche Probleme frühzeitig zu erkennen.

     

Biologische Indikatoren

Die Messung von Kohlendioxid (CO₂) ist eine der fortschrittlichsten Methoden der Früherkennung, besonders in gasdichten Silos oder Großlägern.

  • Das Prinzip: Getreide weist einen äußerst geringen respiratorischen Stoffwechsel auf. Insekten und Schimmelpilze hingegen haben einen hohen Stoffwechsel und stoßen größere Mengen an CO₂ aus.

  • Die Diagnose: Ein signifikanter Anstieg der CO₂-Konzentration in einem Lagerbereich ist ein fast sicherer Beweis für biologische Aktivität – lange bevor ein Temperaturanstieg messbar ist.

  • Vorteil: Man kann einen Befall frühzeitig erkennen, ohne das Silo betreten oder Proben entnehmen zu müssen.

Werte erhalten und Qualität sichern durch intelligente Prävention und effektive Lösungen.

Überwachung der Schädlingsdichte

Monitoring-Fallen dienen der Früherkennung von Insekten oder Nagern und sind wichtiger Bestandteil einer IPM Strategie. 

  • Pheromonfallen: Werden eingesetzt um durch regelmässiges Fangen von Motten oder Insekten eine Zunahme der Schädlingsdichte zu dokumentieren. Ihr Einsatz erfolgt vor allem in der Lebensmittelindustrie oder in Trockenlägern. Sie dienen der Ermittlung der Befallsstärke und der Lokalisierung des Befallherdes.

  • Trichterfallen und Bodensonden: Werden in das Schüttgut oder Getreidestapel eingebracht, um Käfer zu fangen, die sich im Inneren des Gutes bewegen. Aussergewöhnliche Zunahmen indizieren ein zunehmendes Problem. 

  • UV-Lichtfallen: Sind eine effiziente und chemiefreie Kontrolle fliegender Schädlinge. Sie ermöglichen ein präzises Monitoring und unterstützen hohe Hygienestandards. Optimal für Lebensmittelbetriebe, Lagerbereiche und Produktions-umgebungen geeignet.

     

Digitale Lagerüberwachung

IoT Systeme vernetzten Sensoren und sparen dabei Zeit und Kapazitäten. Sie eröffnen eine tiefergehende Datenanalyse und Vorhersagemodelle.

  • Echtzeit-Daten: Statt einmal wöchentlich manuell abzulesen, senden Sensoren alle paar Minuten Daten in die Cloud.

  • Alarm-Funktionen: Das System sendet automatisch eine Warnung an den Lagerverwalter, wenn Grenzwerte überschritten werden.

  • Trendanalysen: KI-gestützte Software kann aus den Datenreihen Muster erkennen und Befall vorhersagen.

  • Dokumentation: Die lückenlose, digitale Aufzeichnung ist Audit-sicher.

Analoges vs. Digitales Monitoring

FeatureAnaloges Monitoring Digitales Monitoring 
DatenerfassungPunktuell (z. B. 1x wöchentlich Rundgang)Kontinuierlich (24/7)
ReaktionszeitVerzögert (Erkennung erst beim nächsten Rundgang)Sofort (Echtzeit-Alarmierung)
PersonalkostenHoch (Zeitaufwand für Messungen)Gering (Automatisierte Erfassung)
DatenqualitätFehleranfällig (Ablesefehler, ungenaue Protokolle)Präzise & Manipulationssicher
AnalysetiefeMomentaufnahmeLangzeittrends & Mustererkennung

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